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Arktur modernisieren


Warum modernisieren?


Arktur 3.3 ist inzwischen (2006) etwa 4 Jahre alt, der Kernel und etliche Anwendungsprogramme noch viel älter.
Nun ist Alter nicht unbedingt ein Nachteil, aber neuere Programme und neuere Hardware tun sich schwer mit so alter Software.
Der Befehl "ldd" zeigt bei Programmen aus neuen Paketen recht einfach, ob die nötigen Libraries zugänglich sind:
	ldd $(which programm)

Anleitung

Um Arktur zu modernisieren, gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten:
  1. Renovierung
    das Grundgerüst bleibt, etliche Dateien werden erneuert
  2. Umzug
    ein neuer Arktur wird installiert, die lokalen Dateien des alten Arktur werden übertragen

    Für das Konzept "Umzug" hat u.a. Peter Somm ein Skript entworfen, das recht gut funktioniert.

Weiter unten ist auch beschrieben, wie der Kernel modernisiert werden kann (z.B. für USB oder Firewire oder neuere Netzwerkkarten)


Renovierung

  1. Rahmenbedingungen



    • Arktur 2.x

      Arktur 2.x hat eine Wurzelpartition von 180 MByte und sehr alte Programme (z.T. mehr als 9 Jahre alt); das Updaten klappt noch nicht. "Wir arbeiten daran!" ...
    • Arktur 3.0 bis 3.3

      Alle Versionen bis hin zu Arktur 3.3pre11a haben eine Wurzelpartition von 400 MByte. Bei der Modernisierung wächst insbesondere das "/usr"-Verzeichnis schnell auf viel mehr als 500 MByte.
      Weiterhin belegen etliche Programme kurzfristig Platz in "/tmp". Wer z.B. mit dem "midnight commander" Pakete entpackt, wird das schnell merken.
      Arktur 4.x hat ein Wurzelverzeichnis von mehr als 1 GByte - das reicht eine Weile, wenn Arktur nur als Schulserver benutzt wird.
    • Für "/home" (Home-Verzeichnisse, Fileserver, FTP-Server, Webserver, CD-Server usw.) wird eine sehr grosse Platte benötigt, und auch die ist rasch randvoll.
      Es ist nicht sonderlich sinnvoll, Arktur neu zu installieren, nur weil eine neue oder weitere "/home"-Partition benötigt wird.
      Wenn andererseits Arktur modernisiert wird, ist es nicht sinnvoll, das "/home"-Verzeichnis zu ändern.
    • Langfristig tragfähig ist das folgende Konzept:
      • eine kleine Platte (mehr als 2 GByte) für alles ausser "/home"
      • eine grosse Platte (mehr als 20 GByte ...) für "/home"
      Arktur lässt sich mit wenig Aufwand so umrüsten.
    • Möglich ist auch, grosse Teile des "/usr"-Verzeichnisses z.B. nach "/home" in ein passendes Unterverzeichnis zu verschieben, weiterhin können einige Dateien in "/usr" mit geringem Informationsverlust gelöscht werden.
      Dieses Verfahren greift erst mal am wenigsten in den Aufbau ein, sieht aber nicht sonderlich schön aus.
    • Arktur 3.5

      Die Libraries lassen sich mit der Arktur-3.6-CD gefahrlos updaten:
      1. Arktur von der Arktur-3.6-CD booten
      2. Menupunkt "updaten"
      3. Rechner neu starten
      4. (als root)
        	/root/bin/update

  2. Verfahren

    1. Update

      • CD-Image für Arktur 3.6 laden
      • CD erzeugen
      • CD in den alten Arktur-Rechner einlegen, mounten
      • (als root) Datei "/cdrom/slack/odszusatz/update.tgz" nach "/var/updates" kopieren
      • (als sysadm) "System verwalten", "Update", von HD
      • (als root)
        	/root/bin/update
      • Arktur 3.0 bis 3.5 lassen sich so problemlos updaten.

        Arktur 3.0 und 3.1 werfen mit einigen seltsamen Meldungen um sich, insbesondere der hier notwendige Neustart muss evtl. von Hand angeschoben werden, und das Update des Dateisystems erfordert ebenfalls einen Anstoss von Hand.
        Immerhin müssen hier etwa 8 Jahre Software-Weiterentwicklung nachgeführt werden..

    2. Test

      Das Programm arkturtest ermittelt (derzeit für Arktur 2.x und 3.0 bis 3.6) viele Systemdaten, aus denen Fachleute etliche Informationen über den Zustand des Systems herauslesen können.
      Das Programm wird von "root" per
      	/root/bin/arkturtest
      gestartet; die Ergebnis-Datei wird in "/home/tmp/Arktest.txt" abgelegt und kann von dort aus von jedem Windows-Rechner (am besten per "wordpad") aus "T: tmp auf Arktur" gelesen und weitergeleitet werden.
  3. Kernel updaten

    >> Du brauchst einen Kernel oberhalb von 2.4.20 (das geht auch mit Arktur 3.3).

    > Ich habe Kernel 2.2.13 und Arktur V3.3p11a. Was muss ich tun?

    Beim Arktur-Portal findest Du den neuesten Kernel (derzeit 2.6.22.6).

    Einzubinden wie ein Arktur-Update.

    Vorsicht: Der bei Arktur 3.6 übliche Kernel (derzeit - Oktober 2007 - Kernel 2.6.22.6) erfordert bei anderen Arktur-Versionen die Installation einiger weiterer Pakete, dort läuft er nicht ohne weiteres.

    Vorsicht: der Platz in Partition 1 wird immer knapper; schau erst mal nach, wieviel Platz da noch ist:

            (als sysadm)
    
            System nutzen
            Berichte
            Platte
    

    In der ersten Zeile mit vielen Zahlen ("/") findest Du unter "use" den derzeitigen Füllungsgrad in Prozent, links daneben den freien Platz in kByte. Mehr als 50 MByte sollten noch frei sein - sonst muckelt Arktur auch zu anderen Gelegenheiten.

    Mehr Platz schaffen:
    (siehe oben) Abschnitt II Verfahren


    Wenn alles stimmt und 1 Kernel neu eingespielt ist:
    (als root)
            lilo -t
    
    Wenn dieser Test-Aufruf keine Fehler gemeldet hat:
            lilo
    

    Den Aufruf habe ich noch nicht ins Installationsskript genommen, damit eventuelle Fehlermeldungen erkennbar sind. Vor-eingestellt ist, dass der neue Kernel beim nächsten Start gewählt wird, wenn Du (im Boot-Menu beim Start) keinen anderen nimmst.

(hh) letzte Änderung 08.10.2007
(hh) letzte Änderung 22.06.2007